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JPMorgan führt Pilotversuch mit Sicherheiten auf Blockchain-Basis durch

JPMorgan führt Pilotversuch mit Sicherheiten auf Blockchain-Basis durch

Letzte Woche führte die US-Bank JPMorgan erfolgreich einen Pilotversuch für die Abrechnung von Sicherheiten über sein privates Blockchain-Netzwerk durch. Das Unternehmen nutzte seine Blockchain-Plattform für den Handel mit traditionellen Finanzanlagen. Dazu übertrugen zwei Unternehmen von JPMorgan die Token-Repräsentation von BlackRock-Geldmarktfondsanteilen als Sicherheit über das eigene, private Blockchain-Netzwerk.

JPMorgan teilte mit, das Experiment habe nachgewiesen, dass man eine breite Palette von Vermögenswerten als Sicherheiten verpfänden könne. Außerdem sei man unabhängig von Banken- und Börsenöffnungszeiten.

Blockchain-basierte Sicherheiten sind bei der Abwicklung von Derivaten, beim Repo-Handel und bei der Wertpapierleihe möglich. JPMorgan will das Angebot zur Abwicklung von Sicherheiten auf Aktien, festverzinsliche Wertpapiere und andere Anlageklassen ausweiten.

In einem Interview mit Bloomberg sagte Ben Challice, JPMorgan’s Global Head of Trading Services:

„Was wir erreicht haben, ist die reibungslose Übertragung von Sicherheiten in Echtzeit. BlackRock war zwar keine Gegenpartei, war aber vom ersten Tag an stark involviert und prüft die Nutzung dieser Technologie.“

JPMorgans Experiment mit Blockchain und Krypto

JPMorgan hat sich in den letzten Jahren aktiv im Blockchain- und Krypto-Bereich engagiert. 2020 gründete man beispielsweise Onyx Digital Assets (ODA). Außerdem hat die Bank auch ihr eigenes Blockchain-Netzwerk mit der eigenen Kryptowährung JPMCoin.

Tyrone Lobban, Leiter von JPMorgan’s Blockchain Launch und Onyx Digital Assets, sagte, dass seine Blockchain als Brücke zwischen institutionellen Investoren und dezentralen Finanzplattformen (DeFi) in der Kryptowirtschaft dient. Er fügte hinzu:

„Da der Kryptosektor wachsen wird, wird es eine wachsende Zahl Finanzaktivitäten geben, die auf der öffentlichen Blockchain stattfinden, also wollen wir dokumentieren, dass wir nicht nur in der Lage sind, dies zu unterstützen, sondern auch bereit sind, damit verbundene Dienstleistungen anzubieten.“

Die Blockchain- und ODA-Plattform von JPMorgan wurde von mehreren Banken genutzt, um den Handel mit tokenisierten Anleihen durchzuführen. Bisher hat die Blockchain-Plattform Repo-Transaktionen im Wert von mehr als 300 Milliarden Dollar gehabt. Zu den teilnehmenden Bankinstituten gehören BNP Paribas SA und die Goldman Sachs Group Inc.

Einige der größten Finanzinstitute wie Goldman Sachs und BlackRock arbeiten auch an der Tokenisierung der traditionellen Anlageklassen. Diese Finanzinstitute erforschen den Einsatz von Blockchain in verschiedenen Anwendungsfällen wie Hypothekendarlehen, Interbankenzahlungen und grenzüberschreitenden Geschäften.

Anfang dieses Monats hatte JPMorgan außerdem eine Blockchain vorgestellt, die Angriffen durch Quantencomputer standhalten können soll. Hintergrund ist, dass es Befürchtungen gibt, per Quantencomputing könne man eines Tages ein Blockchain-Netzwerk dekodieren.


Quelle:
cryptonews.net

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